10 Dinge, die wir von den Girls aus „Girls” lernen können

Revolutionärin, Feministin, Comedian oder einfach nur „problematisch“? Man kann von Lena Dunham halten, was man will – ihre Serie „Girls“ ist trotzdem ein voller Erfolg und bis auf einige Momente, bei denen ich mir am liebsten die Augen zugehalten hätte, wirklich unterhaltsam. Die vier Freundinnen Marnie, Shoshanna, Jessa und Hannah leben zwar in New York, haben mit den „Sex and the City”-Girls aber wenig gemeinsam. Sie sind alle ein bisschen jünger, ein bisschen gemeiner und ein bisschen verlorener. Trotzdem können wir so einiges von ihnen lernen …

Jessa and Hannah on Girls

1. Freundschaften verändern sich.

Wer die erste Staffel „Girls“ gesehen hat und jetzt wieder einsteigt, wird sich wundern. Die vier Mädels haben sich nämlich ganz schön verändert, ihre Freunde untereinander getauscht und sich gegenseitig die Freundschaft gekündigt. Mal können sie nicht ohne einander, mal verlassen sie ohne große Ankündigung das Land. Nicht alle Freunschaften bestehen über Jahre – und das ist ok.
Staffel 6 (startet am 12. Februar) dürfte also spannend werden. Auch, weil es die letzte Staffel sein wird.

2. Verrückt und verrückt passt nicht unbedingt zusammen.

I like knowing that I did love you cause it makes me think that I might be capable of something else great someday.

Zu den Girls gehören auch Boys und die sind mindestens genau so gut darin, Herzen zu brechen. Ray und Shoshanna waren ein tolles Paar, haben es aber doch nicht lange miteinander ausgehalten. Hannah und Adam sind beide ziemlich verrückt, ein bisschen kaputt und sehr eigensinnig. Anfangs glaubten sie (ebenso wie die Zuschauer), dass sie vielleicht gerade deshalb perfekt füreinander sind. Die Macher der Serie hatten da aber andere Vorstellungen. Aus Gründen. Die beiden waren einfach nicht gut füreinander.

3. Mit Mitte 20 ist nicht alles plötzlich ok.

I’ve been here for two hours and I haven’t spoken to anybody. I’m so happy to see you I could murder you.

–> ich auf Partys. Nur, weil man fertig ist mit der Schule oder dem Studium oder einen Job hat, heißt das noch lange nicht, dass man erwachsen ist. Niemand beweist das besser als Marnie, Shoshanna, Jessa und Hannah. Sie halten sich zwar manchmal für ziemlich erwachsen, sind aber die meiste Zeit sehr unsicher und haben keine Ahnung, wo ihr Leben sie eigentlich hinführen soll. Macht nichts, sie haben schließlich noch jede Menge Zeit, um das herauszufinden.

4. Die, die so wirken, als hätten sie alles im Griff, leiden oft am meisten.

Ich sage nur: Marnie. Was ist bloß mit Marnie passiert? Gefühlt hatte sie in fünf Staffeln mindestens genau so viele Lebenskrisen und aus der selbstbewussten, aufgeräumten Marnie, die ihre Freunde oft für kindisch hielt, wurde eine Möchtegern-Sängerin, die ihrem Ex hinterhertrauerte, den Falschen heiratete und es sich mit fast all ihren Freundinnen verscherzte. Autsch. Zeigt aber nur: Auch die „perfekten“ Frauen haben so ihre Probleme.

5. Wichtig ist, wie du dich fühlst. Nicht, wie du aussiehst.

Hannah Horvath quote It's a Wednesday night baby and I'm alive

Wie gesagt, man kann über Lena Dunham denken, was man will. Bewundernswert ist aber, wie konsequent sie ihren Weg geht und das macht (und das anzieht), was ihr gefällt. Cellulite? Egal. Ein paar Kilo zu viel? Egal. Top durchsichtig? Egal. Auf die Schönheitsnorm pfeift sie. Davon sollten wir uns alle eine Scheibe abschneiden. (Ich zum Beispiel spätestens dann, wenn ich im Sommer wieder weinend vor dem Spiegel stehe, weil ich keine Shorts tragen „kann“.)

6. Schnapp dir das, was du wirklich willst.

I’m taking the next step in a series of random steps.

Ok, die „Girls“ wechseln oft ihre Meinung. Und ihre Jobs. Und ihre Freunde. Aber das, was sie wollen, nehmen sie sich einfach. Das geht zwar nicht immer gut, aber dann hat man es wenigstens versucht.

Shoshanna and Ray talk about dating on Girls

7. Wenn das, was du willst, nicht gut für dich ist, musst du lernen loszulassen.

 Letting go doesn’t come very naturally to me.

Etwas, das die „Girls“ gemeinsam haben: Loslassen ist nicht ihr Ding. Ob es alte Streitereien sind, Ex-Freunde oder Unsicherheiten, sie schleppen ihre Probleme gerne mit sich herum. Loslassen können ist eben eine echte Kunst. Und sobald sie das tun, wenden sich die Dinge meist zum Guten.

8. Manchmal ist es ok, alle zu hassen.

Seriously, I’ve never met anyone else who thinks that their own life is so fucking fascinating. I wanted to fall asleep in my own vomit all day listening to you talk about how you ‘bruise more easily than other people.’

Marnie, Shoshanna, Jessa und Hannah gehen nicht nur den Zuschauern manchmal auf die Nerven, sondern auch sich selbst und ihren Freunden. Wenn Shoshanna mal wieder glaubt, sie sei die Besonderste von allen oder Hannah glaubt, sie sei die Interlektuellste, dann ist es an der Zeit, dass ihnen mal jemand sagt, dass sie spinnen. Und wenn alle super glücklich sind und man selbst gerade am Boden liegt, ist es auch ok, ein bisschen neidisch zu sein. Ist schließlich nicht persönlich gemeint.

9. Say no to the shit you hate.

I don’t wanna do it and it’s really liberating to say no to shit you hate.

Man muss nicht alles tun, nur weil andere es von einem erwarten. Einfach mal Nein sagen, sich nicht erklären und dabei bleiben.

10. Priorität Nummer 1: Ich.

I have work, then a dinner thing, and then I am busy trying to become who I am.

Die vier „Girls“ können ganz schön egoistisch sein. In fünf Staffeln hat sich allerdings auch gezeigt, dass sie sich nicht unbedingt aufeinander verlassen können. Und auf ihre Männer schon gar nicht. Vielleicht ist es also eine gute Idee, dass jede von ihnen sich zuallererst um sich selbst kümmert. Freundinnen werden sie wohl erst dann wieder, wenn alle zufrieden sind mit dem, was sie haben.

Und ein Schmankerl zum Schluss:

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